Selbstliebe lernen – 5 Tipps für einen höheren Selbstwert

Selbstliebe lernen – 5 Tipps für einen höheren Selbstwert

In diesem Artikel stelle ich Dir 5 Übungen vor, die Dir helfen, Dich selbst zu lieben! Diese Übungen werden in der psychotherapeutischen Praxis oft benutzt. Aber keine Angst, Du musst nicht schwer krank sein, um einen Vorteil aus ihnen zu ziehen! Sie sollen Dich auf Deinem Weg zu mehr Selbstliebe, Selbstachtung und Selbstwert unterstützen. Auf der Reise zu Dir und zum Frieden mit Dir und Deinem Leben!

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Sich selbst lieben - Geht das?

So oft scheint es einfacher zu sein, andere zu lieben, ihnen Wertschätzung entgegen zu bringen oder zu verzeihen als uns selbst. 

Wenn eine Freundin 10 Minuten zu spät kommt, sind wir ungemein nachsichtig. Klar, sie konnte nicht anders, der Stau… Aber wenn wir auf der Autobahn festsitzen auf dem Weg zu einem Termin, wie gelassen gehen wir damit um? Sind ja nur 10 Minuten… Ist ja nicht so wild. Wirklich? Ist es das, was uns als erstes durch den Kopf geht. Oder ist es eher die Unruhe, die Frustration, die sich zuerst Raum verschafft.

„Wärst Du doch bloß einfach 10 Minuten früher losgefahren! Sowas muss man doch einplanen! Jetzt kommst Du halt schon wieder zu spät. Geschieht Dir recht!“ 

Hab ich das gerade gedacht? Nicht gerade wertschätzend oder? Meiner Freundin hätte ich das so nicht gesagt, aber warum eigentlich mir?

Wie wir mit uns umgehen

Mit uns gehen wir oft am härtesten ins Gericht. Dabei sind wir doch die Person, mit der wir es Tag und Nacht aushalten müssen. Mit mir stehe ich auf, mit mir gehe ich schlafen. Wer ist da, wenn ich im Bad stehe? Auf jeden Fall doch ich. Unter diesem Gesichtspunkt wäre es sicherlich angenehmer, wir könnten uns mehr akzeptieren, netter zu uns sein, uns vielleicht sogar lieben. Denn wie können wir von den anderen erwarten, dass sie uns lieben, wenn es uns selbst oft schwer fällt, wenn wir selbst Kritik an uns üben und mit uns nachtragend sind?

Selbstliebe lernen – 5 Tipps für einen höheren Selbstwert

5 Tipps für mehr Selbstliebe und einen höheren Selbstwert

Die folgenden 5 Tipps sollen Dir helfen, Dich langsam Deiner selbst anzunähren und die Beziehung zu Dir zu vertiefen. Sei nicht Dein eigenes Schwiegermonster…

  1. Der Dialog mit dem inneren Kritiker: Unterhalte Dich mit der ungnädigen Stimme in Dir
  2. Annahme des inneren Kindes: Nimm den verletzten Teil in Dir an
  3. Finde die Schönheit in Dir: Sieh einmal, was auch andere sehen
  4. Positive Affirmationen: Finde Sätze, die Dir gut tun
  5. Ritual der inneren Wertschätzung: Tu Dir etwas Gutes

1. Der Dialog mit dem inneren Kritiker

Der innere Kritiker ist die Stimme in uns, die Dinge sagt wie: „Du bist nichts wert.“ „Schau, jetzt bist Du schon wieder zu spät!“ „Was sollen die anderen sagen, wenn sie den Kaffefleck auf auf Deinem Hemd sehen?“ „Wie es hier aussieht! Du kannst nicht mal den Haushalt in Ordnung bringen. Wie willst Du Dein Leben hinkriegen?“. Diese Stimme entstand durch die internalisierten (verinnerlichten) Anforderungen von außen und war ursprünglich da, um uns von der Kritik der anderen zu schützen und uns die Liebe, die wir brauchen zu sichern. Sie war also mal nützlich. Es kann jedoch sein, dass sie uns heute mehr schadet, was sie aber gar nicht möchte. Wenn wir mit ihr in den Dialog treten, können wir herausfinden, was sie wirklich für uns braucht und wir können verstehen, dass wir nicht diese Stimme sind, sondern sie lediglich ein Teil von uns ist.

2. Annahme des inneren Kindes

Wenn ich Leute frage, seit wann sie mit sich kritisch sind, sich vielleicht selbst gar nicht mögen, ist die Antwort oft verblüffend.

Manche Menschen geben an, immer gut mit sich zurecht gekommen zu sein, bis es an irgendeinem Punkt knallte und sie alles nicht mehr so richtig geschafft haben.

Die meisten antworten jedoch, dass die mangelnde Liebe zu sich selbst und die Selbstzweifel an der eigenen Person, den eigenen Taten schon viel früher begann, nämlich in der Kindheit und Jugend. Es ist nicht unbedingt notwendig hier anzusetzen, es kann aber eine große Erleichterung sein, dort zu arbeiten, wo das Problem begann.

Nimm Dir Zeit, mit Deinem inneren Kind in Kontakt zu treten. Zeige ihm, dass Du heute für es da sein kannst, dass es gut so ist, wie es ist, dass es liebenswert ist, wertvoll und genug. Das es etwas kann (vielleicht Schnürsenkel binden).

3. Finde die Schönheit in Dir

Es ist oft schwerer Dinge an uns zu finden, die uns gefallen, als Dinge, die uns nicht gefallen.

Um einen besseren Draht zu Dir zu finden, ist es jedoch wichtig, dass Du Dir die Zeit nimmst und auf die Suche nach Deinen Vorzügen gehst. Je mehr Du Deinen Fokus shiften und ein Fan von Dir selbst werden kannst, desto mehr lernst Du Dich selbst zu lieben. Mache eine Liste von Dingen, die gut sind an Dir. Das können Dinge an Deinem Körper sein, die Dir gefallen, aber auch an Deinem Wesen oder Deinen Taten. 

4. Positive Affirmationen

Echt jetzt? Positive Affirmationen sollen mir mit meiner Selbstliebe helfen? Ist das nicht irgend sow ein esoterischer Quatsch?

Positive Affirmationen sind in den letzten Jahren recht bekannt geworden. Man findet Sie in jeder Frauenzeitschriften. Zu recht! Die Wirkung dieser kleinen Sätze aufs Hirn ist wissenschaftlich belegt.

Positive Affirmationen können ganz vielfältig sein und man muss sie am Anfang auch gar nicht glauben. Positioniert an einem Ort, auf den man öfter Mal einen Blick wirft wie zum Beispiel am Spiegel, als Passwort, im Kalender oder am Kühlschrank, senden sie eine Botschaft an unser Hirn, die ganz unbewusst wirkt. Die Sätze können dabei ganz individuell gewählt werden.

Beispiele sind: 

Ich bin geliebt.
Ich liebe mich.
Ich bin gut, so wie ich bin.
Es ist immer genug.

Wenn Du positive Affirmationen ausprobierst, achte darauf, ihnen wirklich Beachtung zu schenken. Je mehr Du sie fokussierst, desto erfolgreicher. Du kannst sie zum Beispiel ein paar Mal am Tag wiederholen.

5. Ritual der inneren Wertschätzung

Vielleicht denkst Du jetzt: „Ja, ja, ich weiß, ich soll was für mich tun…“ 
Wunderbar! Dann fang gleich heute damit an! Wo kannst Du 10 Minuten für Dich einplanen? Womit kannst Du Dir heute eine Freude machen?

Gönne Dir etwas, weil Du es Dir wert bist. Überlege, was Dir so richtig gut täte.

Vielleicht ist es etwas, was Du Dir normalerweise nicht leistest oder wofür Du Dir sonst keine Zeit nimmst. Natürlich sollte es realistisch und erschwinglich sein:

  • Immer mal wieder eine Tasse Café im netten Cafe um die Ecke
  • ein Vollbad
  • eine Wanderung oder ein Spaziergang
  • eine Fußmassage von mir für mich
  • eine besondere Creme
  • die Zeit nehmen und für mich ein gutes Essen kochen
  • eine Stunde lang lesen
  • ein Projekt im Garten in Angriff nehmen
  • ….

Gut ist, wenn Du etwas findest, was Du öfter wiederholen kannst wie ein kleines Ritual.

Es darf aber auch besondere Momente geben, in denen Du Dir etwas Größeres gönnst (ab und an mal ein Haarschnitt, ein Tag in der Sauna, Karten für ein Fußballspiel oder das Konzert, auf das ich schon immer wollte).

Und falls Du am Anfang noch denkst, dass Du es nicht wert bist, mach es trotzdem und erlaube Dir es zu genießen! 🙂

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Das kleine Übungsheft – Selbstliebe
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Ich hoffe, die Tipps helfen Dir auf Deiner Reise zu mehr Selbstliebe! Sei geduldig mit Dir!

Herzlich,

Ulrike Duke

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Hallo vielen Dank fürs „erinnern. Es ist so wahr, mit mir bin ich immer zusammen. Oft höre ich den Vorwurf, „das ist aber egoistisch“ Inzwischen sag ich dann „wenn das jeder macht, gibt es keinen Mangel mehr, wäre doch prima oder“
    Liebe Grüsse
    Hannelore

    1. Liebe Hannelore,
      danke Dir für Deinen Kommentar!
      Ich weiß, was Du meinst! Selbstliebe wird oft als Egoismus abgetan. Vielleicht sagt man dann noch mal netterweise so was wie „gesunder Egoismus“, aber das Wort hat schon eine negative Konnotation. Und warum eigentlich? Jeder beschwert sich, wenn er von dem anderen nicht die Liebe, Aufmerksamkeit, Anerkennung, Dankbarkeit, etc. bekommt, mag sie sich aber selbst nicht geben. Ich persönlich finde, dass man viel freier lieben kann, wenn man sich selbst gibt, was man braucht. Das heißt nicht, dass ich die Liebe der anderen nicht mehr schätze, sondern dass ich sie genieße, nicht weil ich muss und aus der Not heraus, sondern, weil ich möchte und sie mir wertvoll ist. 🙂

      Herzliche Grüße,
      Ulrike Duke

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