Systemische bzw. Familienaufstellung erklärt

Systemische bzw. Familienaufstellung erklärt

Hartnäckige Probleme

Wir alle kommen immer wieder in Lagen, in denen wir keinen Ausweg sehen, in denen wir mit einem Problem konfrontiert sind, das scheinbar unlösbar ist. Manchmal liegt die Lösung direkt vor unseren Füßen und wir können sie aufgrund unserer Scheuklappen nicht mehr sehen. Wir werden dann sozusagen betriebsblind. Das ist ganz normal und passiert uns allen.

Aufstellungsarbeit – Eine effektive Methode bei der Problemlösung

Die Aufstellungsarbeit bietet uns eine effektive Methode aus unserem Tunnelblick herauszukommen. In der Aufstellungsarbeit wird nicht viel über das Problem gesprochen, wie sonst. Vielmehr geht es darum, das mentale Bild, dass wir von unserem Problem haben, endlich mal in die Außenwelt zu bringen. Von dort aus können wir es viel objektiver betrachten. Sind nicht mehr mit unserem Problem bzw. der Situation, die sich für uns als Problem darstellt, verschmolzen. Und oft ergibt sich dadurch schon fast von selbst eine neue Blickweise auf das Problem. Durch diese neue Sicht können wir zumindest besser mit diesem Teil unseres Lebens umgehen, fühlen uns oft leichter und befreit.

Systemische Aufstellungen und Familienstellen erklärt_Artikel

Ablauf einer Aufstellung

Wie läuft eine Aufstellung nun ab? Es gibt jemanden, der die Aufstellung leitet und quasi moderiert. Dann gibt es die Person, die mit ihrem Problem bzw. ihrer Lebenssituation angetreten ist und diese gerne aufstellen möchte. Und es gibt die Gruppe. Sie macht einen wesentlichen Teil aus, denn ohne die Gruppe sind Aufstellungen im eigentlichen Sinne nicht möglich.

Zunächst wird zwischen dem Moderator und der Person mit dem Problem besprochen, was alles zu diesem konkreten Problem, der aktuell belastenden Sache, dazu gehört. Es werden die wichtigsten Elemente herausgefiltert. Bei einem Partnerschaftskonflikt könnte das zum Beispiel der Mensch mit dem Konflikt und zugehörigem Partner sein. Spielt jetzt in diesem Fall auch noch die Schwiegermutter eine große Rolle, kommt diese auch noch dazu.

Im nächsten Schritt lädt der Mensch mit dem Problem Personen aus der Gruppe dazu ein, für ein bestimmtes Element aus seiner Aufstellung zu stehen. Die ausgewählte Person kann ganz frei entscheiden, ob Sie diesen Teil übernehmen möchte, um der Person mit dem Problem bei dessen Lösung zu helfen. Manchmal gibt es Rollen, bei denen man einen gewissen Widerstand spürt und die man lieber nicht stehen möchte. Dann ist das auch in Ordnung. Bei einer Aufstellung, so wie ich sie mache, gibt es keinen Zwang.

Als nächstes stellt der Mensch mit dem Problem die Elemente behutsam so zueinander, dass das von ihm empfundene Verhältnis gut abgebildet wird. Ideen dazu kommen einem oft spontan beim Stellen. Da sollte man auch keine große Kunst daraus machen, sondern einfach mal auf den Bauch hören.

Wenn alle an ihrem Platz angekommen sind, geht es darum, in sich hinein zu spüren, was man an diesem Platz und zu den anderen Elementen empfindet. Oft stellen sich unerwartet Emotionen ein. Man spürt z.b.: “Die in der Ecke, die mag ich nicht!” Und das Bild sieht zum Schluss ganz anders aus als noch am Anfang. Das regt wiederum Denkprozesse in unserem Gehirn an, die dazu führen dass wir uns im Alltag anders dem Problem gegenüber aufstellen können. Die Sackgasse ist quasi durchbrochen.

Was kann ich  aufstellen?

Die Aufstellungsarbeit wurde ursprünglich von Bert Hellinger entdeckt und hat sich aber mittlerweile in vielen Formen in der Psychotherapie etabliert. Wurden früher meistens Familien aufgestellt, so sind Aufsteller heute recht kreativ. Es gibt Aufstellungen mit Zielen, mit Krankheiten, mit eigenen Glaubenssätzen, inneren Anteilen oder Gefühlen. So kann ich mir z.b. bei einer Angststörung anschauen, was die Angst eigentlich von mir möchte. Oder ich stelle mein neues berufliches Ziel auf, dass ich auf jeden Fall erreichen will und bei dem ich aber irgendwie nicht weiterkomme. Den Fragestellungen sind keine Grenzen gesetzt.

Funktioniert eine Aufstellung immer?

Es gibt keine Garantie für den Erfolg einer Aufstellung. Es ist jedoch sehr selten ,dass man aus einer Aufstellung ohne eine neue Perspektive dem Problem gegenüber heraus geht. Manchmal fördert die Aufstellung auch Dinge an den Tag, die vorher zwar da, aber nicht sichtbar waren, die das Problem greifbarer und zunächst schmerzhafter machen, aber letztendlich für den Prozess der Lösung hilfreich und wertvoll sind.

Ich will eine Aufstellung machen, weiß aber nicht, bei wem ich es machen soll. Wie finde ich einen guten Aufsteller?

Auch hierfür gibt es keine Garantie. Aus meiner Erfahrung macht es jedoch sehr viel Sinn, einen Aufsteller zu suchen, der einen professionellen psychotherapeutischen Background hat. Probleme haben immer auch etwas mit unserem Erleben, unseren Gefühlen und Gedanken zu tun. Für diesen Bereich sind Psychologen und Psychotherapeuten Experten. Sie bringen das nötige Know-how mit, um verschiedene Situationen einzuschätzen und haben gegebenenfalls die Möglichkeit Personen wieder aufzufangen. Hierfür ist eine gewisse Berufserfahrung bzw. psychologische/psychotherapeutische Ausbildung von Vorteil.

Aufstellungen mit Ulrike Duke im Odenwald

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Jeden Monat finden wir in Waldkatzenbach neue Perspektiven auf anstrengende Probleme und schaffen so einen leichteren Umgang mit Ihnen! 

Ort: Katzenbuckelstraße 11, 69429 Waldkatzenbach/Waldbrunn
Tag: Bitte nachfragen

 

Du hast ein Problem? – Sag uns Bescheid!
Du willst mit von der Partie sein und bei der Aufstellung eines Problems etwas lernen?
– Sei dabei!

Anmeldung: info@ulrikeduke.de

Du bist nicht aus der Gegend und möchtest trotzdem eine Aufstellung mit mir?
Kein Problem! Wir können die Aufstellung hier für Dich organisieren. Du bleibst genießt eine Nacht oder zwei im schönen Odenwald und lässt das Erlebte nachwirken.
Bei Interesse, schreib uns einfach an!

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