Diplom Psychologin Ulrike Duke Binaurale Beats positive Wirkungen und Anwendungstipps
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Binaurale Beats: Was Gehirnwellen mit Deiner Psyche zu tun haben

Das Gehirn - Was sind Gehirnwellen?

Unser Gehirn übersetzt alles, was wir wahrnehmen, in ein elektrisches Signal: Gehirnwellen sind elektrische Ströme in unserem Gehirn, über die die einzelnen Hirnzellen miteinander in Kontakt stehen und kommunizieren. Unsere Gehirnwellen können sich durch äußere Reize, aber auch durch innere Einflüsse zum Beispiel aus dem vegetativen Nervensystems verändern. Sie bestimmen wie wir denken und auch zum Teil, wie wir uns fühlen. Hirnwellen kann man mit einem EEG messen, z.B. zur Diagnose von ADHS und ADS, aber auch bei einer Gehirnerschütterung und im Schlaflabor.

Welche Gehirnwellen gibt es?

Unsere Gehirnwellen reichen von Delta (0-4 Hz), Theta (4-7 Hz) über Alpha (7-14 Hz) und Beta (14-40 Hz) bis hin zu Gamma (40-70 Hz). Hertz sind dabei Schwingungen pro Sekunde – von Delta langsam zu Gamma richtig flott.

Delta - Die regenerierende Welle (0-4 Hz)

Deltawellen sorgen dafür, dass sich unser Körper in der Tiefschlafphase regenerieren kann: Unser Körper erholt sich und unsere Zellen werden durch die Ausschüttung von Wachstumshormonen erneuert. Dies ist besonders wichtig, um unsere Gesundheit zu erhalten. Deshalb sollten wir immer auf unseren Schlaf achten und ihn nicht als selbstverständlich sehen. Sprüche wie “Schlaf ist Zins am Kapital Tod.” dürfen wir also getrost vergessen. Wenn Du nicht einschlafen kannst, ist es daher ratsam, einen Track im abflachenden Deltabereich zu hören, sogenannte Binaurale Beats. Da die Wellen so niedrig sind, braucht man hier für manche Aufnahmen Kopfhörer, da sie nur über eine Differenz vom linken zum rechten Ohr erzeugt werden können.
Manche Menschen können auch durch intensive Meditation in einen Deltazustand kommen. Dafür braucht es natürlich einiges an Übung, aber es lohnt sich.

Theta - Die kreative Welle (4-7 Hz)

Im Thetabereich schwingen wir, wenn wir merken, dass wir langsam in den Schlaf entgleiten. Auch bei Tagträumereien sind wir in diesem Frequenzbereich. Theta beruhigt uns, unsere Gedanken und Gefühle und öffnet unser Tor zu unserem Unbewussten. Daher sind Thetawellen perfekt, um Affirmationen, Visionen und Suggestionen für neue Verhaltensweisen zu bilden. Diese gelangen so nämlich direkt ins Unterbewusstsein und werden von unserem Verstand als wahr angenommen und integriert. Thetawellen erlaubt uns unserer Kreativität freien Lauf zu lassen. Üben wir unser Gehirn in den Thetawellenbereich zu versetzen, so können wir mit der Zeit lebhafte Kindheitserinnerungen wieder aufleben lassen. Außerdem sind wir in der Lage große Mengen an Informationen aufzunehmen. Daher lohnt es sich Musik bzw. Binaurale Beats im Thetabereich teilweise beim Lernen einzusetzen. 

Alpha - Die entspannte Welle (7-14 Hz)

Die Alpha Welle ist ein geistiger Zustand von tiefer Erholung und Entspannung. In diesem Zustand schüttet das Gehirn Botenstoffe aus für Wohlbefinden und Regeneration – somit schenkt uns die Alpha Welle ein ruhiges, wohliges Gefühl und einen entspannten Fokus. Sie ist vorzufinden, wenn wir gesund und stressfrei sind.
Aber die Alpha Welle ist in keinster Weise ein Zustand des Faulenzen: Sie eignet sich zum Lernen von Fakten und Daten, und bei 10 Hz haben wir den geringsten Energieverbrauch, und können daher die Ressourcen des Gehirns vollends nutzen.
Wenn wir unsere Augen schließen, dann hat das auch einen Einfluss auf unseren Erregungszustand: Die Beta Welle sinkt zu einer Alphawelle. Daher ist es so wichtig bei Entspannungsübungen die Augen zu schließen.
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Beta - Die analytische Welle (14-40 Hz)

Betawellen sind vor allem vorzufinden, wenn unser Fokus auf die äußere Welt gerichtet ist. Auch wenn wir besonders leistungsstark, wach und aufmerksam durch diese flotten Wellen sind, sind sie mit Vorsicht zu genießen. Sie sind hervorragend, wenn wir eine schwierige Situation analysieren, für akute Problemlösungen und für rationales Denken. Aber das Problem ist, dass wir oft hier stecken bleiben. Die Folge ist, dass unsere Gedanken anfangen rapide zu kreisen und wir nicht zur Ruhe kommen. Vor allem im hohen Frequenzbereich der Betawelle verlieren wir unsere Verbindung zu den eigenen Gefühlen und Grenzen und “funktionieren” nur noch. Das endet dann in Sorgen, Ängsten, Unruhe, Anspannung und diversen anderen Stressformen. Im Wachzustand sind Betawellen im Vergleich zu den anderen Wellen bei Erwachsenen am meisten vorzufinden.

Gamma - die fokussierte Welle(40-70 Hz)

Gammawellen sind wohl Deine besten Freunde, wenn Du eine gute kognitive Leistung erbringen willst: Sie ermöglichen ein hohes Maß an Wachsamkeit und Fokussierung und sorgen dafür, dass Du alle Informationen deiner Umwelt aufnimmst. Sie treten bei einem hohen Maß an Konzentration auf und ermöglichen Dir mentale Bestleistungen.
 
Wer sich über die Reihenfolge der griechischen Buchstaben zu den Hirnwellen wundert, hat gut aufgepasst. Sie wurden tatsächlich in Reihenfolge ihrer Entdeckung benannt und nicht in der Reihenfolge des Alphabets. Alpha- und Beta-Wellen waren die ersten, die mit einem EEG aufgezeichnet werden konnten. Die Gammawellen wurden als letztes entdeckt und sind noch nicht so gut erforscht. Die Benennung macht also inhaltlich nicht so viel Sinn :))

Gehirnwellen während unseres Lebens

Wenn wir auf die Welt kommen, sind wir noch sehr sehr viel am Schlafen. Als Säugling sind wir deshalb mit sehr niedrigen Gehirnwellen im Deltabereich unterwegs. Als Kleinkind nehmen wir sehr viel wacher und mit sehr viel Fantasie und Kreativität unsere Welt war. Wir tagträumen und backen Kuchen im Sandkasten, die dann alle probieren dürfen, wir haben unsichtbare Freunde und unterhalten uns mit unseren Kuscheltieren.
Wir sind sehr stark mit unserem Unterbewusstsein verbunden und saugen alle Informationen um uns herum ungefiltert auf. Unser Hirn schwingt derweil hauptsächlich im Thetawellenbereich.
Wenn wir nun älter werden steigen auch unsere Hirnwellen und wir sind als Kinder bis zur Pubertät hauptsächlich im Alphabereich unterwegs. Hier können wir uns gut konzentrieren, brauchen wenig Anstrengung, um zu denken und sind entspannt. Mit der Pubertät kommt  für uns in unserer Gesellschaft die Einführung ins Erwachsenenalter. Dieser Zeitpunkt wird markiert durch Firmung und Konfirmation. Es wird von uns erwartet, die Dinge ernst zu nehmen. Unsere Hirnwellen passen sich entsprechend an und erhöhen sich auf den Betabereich. Dies ist der Bereich, in dem wir als Erwachsene oft unterwegs sind und der nach einer Zeit anstrengend werden kann. 
 

Durch Binaurale Beats Hirnwellen trainieren - Das bringt es und so geht's

Aktive Beeinflussung von Gehirnwellen? Geht das überhaupt? Die Antwort ist ja!
Unser Gehirn ist total flexibel – und diese Flexibilität können wir nutzen, um wieder leichter durchs Leben zu gehen. Erwachsene Menschen bewegen sich im Wachzustand am häufigsten im Beta Bereich – was auf lange Sicht anstrengend ist, da wir einfach nicht mehr bei uns sind, sondern total auf die Außenwelt fokussiert.
Um wieder mehr Leichtigkeit in unser Leben zu bekommen, können wir durch “Binaurale Beats” unsere Hirnwellen aktiv beeinflussen, indem beiden Ohren Schallwellen mit leicht unterschiedlichen Frequenzen dargeboten werden.
Und das Geniale? Dadurch können bestimmte Gehirnwellen stimuliert werden und so Entspannung, Konzentration oder Schlaf gefördert werden. 
Du willst es selber mal versuchen?
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