Diplom Psychologin Ulrike Duke Empathie Stärke deine Sozialkompetenz für mehr Erfolg im Leben Mitgefühl
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Empathie - Stärke Deine Sozialkompetenz für mehr Erfolg im Leben!

Gastbeitrag von Assistentin Sandra
Wünscht Du Dir manchmal, eindeutig erkennen zu können was andere Menschen, wie Kollegen, Chefs, Freunde, wirklich denken, fühlen und wollen? Oder Du bist in Situationen im Studium, Beruf oder im Privaten überfordert und weißt nicht, wie Du auf Dein Gegenüber reagieren sollst? Oder möchtest Du auch „netzwerken“ können um im Studium oder Beruf erfolgreich zu sein? 
 
Empathie kann Dir helfen in zwischenmenschlichen Beziehungen, denn es ist eine Schlüsselkompetenz für Erfolg im Leben!

Die Bedeutung von Empathie und Einfühlsamkeit

Das spätgriechische Wort empátheia bedeutet eigentlich so viel wie „Leidenschaft“ und hat seinen Weg über das englische Wort empathy Anfang des 20. Jahrhunderts ins Deutsche gefunden: Empathie, das Einfühlungsvermögen. Empathie beschreibt heute die Bereitschaft und Fähigkeit eines Menschen, sich in die Lage, die Einstellung und emotionale Befindlichkeit einer anderen Person einzufühlen. Es besteht die Fertigkeit, Emotionen, Gedanken, Motive und Persönlichkeitseigenschaften des Gegenüber leicht zu erkennen, zu verstehen und nachzuempfinden.
 
Ursprünglich wurde unter Einfühlsamkeit eine Lebenseinstellung verstanden, die von Sensibilität, wohlwollender Aufmerksamkeit und liebevoller Anteilnahme geprägt ist. Sie ist eine Haltung, die am Guten Orientierung findet und eingebettet ist, in einen ganzheitlichen Lebensentwurf, der an Normen und Wertvorstellungen gebunden ist. Damit wird deutlich, dass Empathie bzw. Einfühlsamkeit nicht nur eine Fertigkeit ist, sondern viel mehr eine soziale Tugend.
 
Ekpathie ist das Gegenteil und die Fähigkeit, Gefühle, Einstellungen und Gedanken, die durch andere hervorgerufen werden, aktiv auszublenden. Ein ekpatischer Menschen ist aber nicht gefühllos und andere Menschen sind ihm auch nicht egal. Empathielosigkeit kann zum Selbstschutz vor einer emotionalen Überflutung dienen und die entstehende Distanz kann zu mehr Sachlichkeit führen und Manipulation verhindern.

Arten der Empathie

Die Forschung ist sich heute einig, dass Empathie zwei unabhängige Komponenten umfasst, da unterschiedliche Gehirnzentren mit eigenem Netzwerk zuständig sind. Die beiden Netzwerke arbeiten im Normalfall eng zusammen, wenn ein empathischer Mensch sich einfühlt.
 
– Emotionale Empathie: Nach dem Motto „Ich fühle, was Du fühlst“ lässt uns emotionale Empathie fühlen, was unsere Mitmenschen empfinden. Sie ermöglicht es Gefühle einer andere Person soweit wiederzugeben, dass wir diese verstehen. Vor dem Hintergrund der eigenen Lebenserfahrungen, die eine wichtige Rolle spielen, fällt es leicht, Mitgefühl und Einfühlungsvermögen zu zeigen. Es kann auch zu einer Stimmungsübertragung kommen, die hilft eine affektive Verbindung zu Anderen aufzubauen.
 
– Kognitive Empathie: Nach dem Motto „Ich weiss, was Du fühlst“ ist die kognitive Empathie die Fähigkeit, eine Situation aus dem Blick eines anderen Menschen zu sehen und seine Emotionen, Gedanken, Ansichten und Motive rational nachzuvollziehen. Dies trägt zur Einschätzung der Situation und dem eigenen Verhalten bei. Für diesen gedanklichen Wechsel der Perspektive, der bei der emotionalen Empathie nicht stattfindet, braucht die empathische Person die Gabe, zu erkennen, was sich beim anderen im Kopf abspielt.
 
Die beiden Ausprägungen der Empathie bilden zusammen die Basis für die soziale Empathie, der Fähigkeit die Belange und Interessen von Gruppen zu verstehen und von Menschen aus anderen sozialen Schichten und fremden Kulturen.

Unterschied zwischen Empathie, Mitgefühl und Mitleid

Während empathische Menschen sich in die Situation und die Gefühle ihres Gegenübers hineinversetzen und sich emotional einfühlen, stellt Mitgefühl die daraus resultierende Handlung dar. Mitgefühl zeichnet sich durch ein Gefühl auf Augenhöhe aus. Wenn eine Person Schmerz verspürt, versucht die mitfühlende Person den Zustand durch Trost und Hilfsbereitschaft zu lindern. Es kann zwischen eigenem und fremden Leid unterschieden werden und es besteht ausreichend eigener Handlungsspielraum. Im Falle von Mitleid besteht ein Gefälle, das Leid des Anderen wird erkannt und die Umstände des Anderen werden bedauert. Oft wird der Gegenüber als Opfer angesehen.

Die vier Säulen der Empathie

Wenn Du empathisch auf Deine Mitmenschen reagierst, finden in Dir vier Prozesse statt, die auf diesen Fragen basieren.
 
1. Wie geht es meinem Gegenüber? Mit Deiner Wahrnehmung kannst Du als empathischer Mensch über Mimik, Gestik, Stimmlage sowie gezeigte Gefühle und Aussagen leichter erkennen, wie sich die andere Person gerade fühlt.
 
2. Warum geht es der anderen Person so? Du kannst die Hintergründe, Motive und Ursachen nachvollziehen, warum sich die Person so fühlt und hast Verständnis.
 
3. Wie reagierst Du auf die Gefühlslage Deines Gesprächspartners? Durch Deine Resonanz auf den Anderen, vermittelst Du mit Worten und Handlungen Deinem Gegenüber Mitgefühl, Akzeptanz und Rücksicht.
 
4. Was wird mein Gegenüber als nächstes machen? Mit Deiner Einschätzung und Antizipation kannst Du abschätzen, wie sich die andere Person in der Situation verhalten wird.

Empathie als Schlüsselkompetenz

Empathie ist eine wichtige Sozialkompetenz und gilt als Voraussetzung für gute soziale Beziehungen, die in Studium, Beruf und Privatleben eine große Bedeutung hat. Eine enge und stabile Bindung zu einer Person kann aufgebaut werden, wenn Menschen sich gegenseitig an Gefühlen und Gedanken teilhaben lassen, denn das erzeugt auch Sympathie. Ausserdem motiviert Empathie anderen zu helfen und ihnen Mitgefühl entgegen zu bringen. Empathiefähige Menschen verfügen über ausgeprägte Netzwerke und weisen hohe Teamfähigkeit in der Zusammenarbeit mit anderen auf. Sie erkennen früh Konflikte und können diese konstruktiv lösen. Dies ist für Mitarbeiter und Führungskräfte eine gleichsam wichtige Kompetenz für den beruflichen Erfolg und den Zusammenhalt innerhalb einer Gruppe.
 
Empathie wird aber erst zur Schlüsselkompetenz wenn sie als Tugend gelebt wird, die auf einer lebenslangen Charakterbildung beruht. Das bedeutet, Einfühlsamkeit wird gelebt und nicht nur strategisch eingesetzt.
 
Empathiefähigkeit kann aber auch eine emotionale Belastung durch die Gefühle anderer mit sich bringen. Es kann sogar soweit gehen, dass der empathische Mensch für sein Gegenüber einstehen möchte. Aufgrund einer gewissen Gutgläubigkeit kann eine Anfälligkeit für Manipulationen bestehen. 

Verbessere Deine Fähigkeit zur Empathie

Du fragst Dich, wie Du Deine Empathiefähigkeit verbessern kannst? Hier ein paar Anregungen und Tipps…

Lerne Deine eigenen Gefühle zu verstehen

Es ist wichtig, dass Du erst Deine eigenen Gefühle einordnen kannst, bevor Du versuchst, andere Menschen mit ihren Gefühlen zu verstehen. Werde Dir Deiner Gefühle bewusst, indem Du Dich in gefühlsbetonten Situationen beobachtest, dabei kannst Du Dir folgende Fragen stellen: Warum fühle ich mich so? Was hat das Gefühl ausgelöst? Gibt es Ursachen für das Gefühl? Und was würde mir jetzt gut tun und was erwarte ich von anderen? Deine Antworten auf diese Fragen werden Dir helfen, Dich in Zukunft leichter in andere hineinzuversetzen um verständsnisvoller und einfühlsamer sein zu können.
 
Meditation
Bestimmte Formen der Achtsamkeits-Meditation können nachweislich hilfreich sein Empathie zu lernen und zu steigern. Du lernst dabei nicht nur Deine Körperempfindungen, Gedanken und Gefühle bewusst wahrzunehmen sondern auch die Perspektive eines anderen Menschen einzunehmen. Eine andere Herangehensweise verfolgt die aus dem Buddhismus stammende Loving-Kindness-Meditation. Du lernst in den Meditationen erst Dich selbst zu lieben und dann dieses Gefühl der Selbstliebe auf Deine Mitmenschen zu übertragen.
 
Gemeinsames Musizieren
Neuere Studien belegen, dass Musik die Empathie erhöhen kann. Musik hat eine starke emotionale Komponente und kann Bedeutung vermitteln sowie Emotionen hervorrufen, die es möglicherweise erleichtern die eigenen Gefühle und die der anderen wahrzunehmen. Wenn Du also mit anderen Menschen musizierst, dann teilst Du mit diesen Menschen emotionale Erfahrungen.
 
Rollenspiele
Beim Theaterspielen schlüpfst Du in andere Rollen um diese dann so authentisch und überzeugend wie möglich zu spielen. Damit Du diese Authenzität erreichst, ist es wichtig sich in den Charakter und die eigene Rolle einzufühlen, diese zu verstehen und ihr Wesen sich zu eigen zu machen. Somit kann Theaterspielen oder Rollenspiele eine Möglichkeit für Dich sein, mehr Empathie zu lernen.
 
Im Gespräch mit Deinen Mitmenschen, hilft es
 
 aktiv zuzuhören
Lege Dein Handy an die Seite und schenke Deinem Gegenüber Deine ganze Aufmerksamkeit. Beim aktiven Zuhören denkst Du nicht nur mit, was Dir Dein Gegenüber erzählt, sondern stellst auch Fragen, bist neugierig und achtest auf die Gefühle die damit verbunden sind. Indem Du wichtige Aussagen mit Deinen eigenen Worten wiederholst, vermittelst Du Deinem Gegenüber Interesse, Verständnis und Wertschätzung.
 
– ihnen unvoreingenommen zu begegnen
Vorurteile wirken wie Scheuklappen und trennen Dich Dich von Anderen. Versuche möglichst unvoreingenommen auf Deine Mitmenschen zuzugehen und Dich mehr auf das zu fokussieren, was Du gemeinsam hast mit der Person und nicht was Euch trennt.
 
– sie bewusst zu beobachten
Wenn Du Deine Mitmenschen beobachtest, dann erkennst Du Gewohnheiten und typische  Verhaltensweisen. Du kannst Dein Verhalten anpassen und Rücksicht auf Dein Gegenüber nehmen.
 
– und verständnisvoll mit ihnen zu sein
Übe den Perspektivwechsel und versuche Dich in die Lage des Anderen hineinzuversetzen. Dann kannst Du authentisch Deinem Gegenüber mit „Das verstehe ich“ antworten. Es entsteht mehr Verbundenheit und Vertrautheit, da der Andere sich verstanden fühlt. Er wird sich Dir gegenüber mehr öffnen, da er sich wohler fühlt.  
 
Nimm Dich selbst wichtig
Empathie als soziale Fähigkeit zu lernen ist wichtig und wird Dir und Deinem Umfeld gut tun, dennoch gilt auch, dass Du auf Dich und Deine Bedürfnisse achtest. Denn ein gesunder Abstand zu fremden Gefühlen schützt Dich vor Überforderung oder auch Manipulation. Versuche immer wieder im Kontakt herauszufinden, ob Du gerade Deine eigenen Gefühle spürst oder die Deines Gegenübers.
Auch wenn Empathie mit dem Alter zunimmt, da Du mehr Erfahrungen und Menschenkenntnis erworben hast, ist das Lernen von Empathie ein lebenslanger Prozess. Hab Geduld und Nachsicht mit Dir, wenn Du Dein Einfühlsamkeit stärken möchtest und freu Dich über kleine Erfolge. Vielleicht helfen Dir die Anregungen dabei, eine Haltung geprägt von wohlwollender Aufmerksamkeit und liebevoller Anteilnahme gegenüber Deinen Mitmenschen zu entwickeln und somit mehr Erfolg im Leben zu haben!
Wenn Du Dir Unterstützung wünschst, dann melde Dich doch bei Ulrike und buche eine Einzelsitzung!
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Ich bin Ulrikes Assistentin, Sandra