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Blogreihe psychische Erkrankungen: Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)

Gastbeitrag von Assistentin Janina

Viele Menschen erfahren in ihrem Leben einmal negative bis katastrophenartige Erlebnisse. Dies impliziert allerdings nicht automatisch, dass eine Belastungsstörung entsteht. Für ungefähr 2% der Menschen trifft dies jedoch zu. Auslösende Ereignisse können beispielsweise Unfälle, Naturkatastrophen, Verluste, Überfälle, Terrorismus, Vergewaltigung, frühkindliche Gewalt oder sexueller Missbrauch sein. Solche Ereignisse haben auch oft andere psychische Störungen zur Folge, wie Angststörungen oder Depressionen.

Merkmale einer PTBS

Betroffene einer Posttraumatischen Belastungsstörung erleben das traumatische Erlebnis sehr lebendig immer wieder und empfinden dieses meist als überaus real. Dies kann sowohl innerlich bei vollem Bewusstsein oder auch nachts in Form von Alträumen passieren.

Immer wieder erleben die Betroffenen das Ereignis als Bilder, Geräusche und Gerüche wider oder werden durch diese an sie zurückerinnert. Typische Symptome der PTBS sind die stetige Übererregung, Vermeidungsverhalten sowie Angst, Schlafprobleme, veränderte Weltsicht und eine irrationale Schuldzuweisung zu sich selbst. Betroffene sind demnach oft schreckhaft, fühlen sich nicht mehr sicher und haben daher oft Angst zum Beispiel das Haus zu verlassen. Auch bestehen sehr häufig Probleme beim Schlafen oder Einschlafen aufgrund der Angst vor Alpträumen. In Bezug auf sexuelle Übergriffe oder Vergewaltigungen kann es sein, dass die Beziehungsfähigkeit stark gestört ist.

Ursache

Auslöser für eine Posttraumatische Belastungsstörung sind – im Gegensatz zu anderen psychischen Erkrankungen – ganz konkrete Ereignisse. Die Störung entwickelt sich in der Regel nach einigen Wochen. In Ausnahmefällen kann diese jedoch auch noch nach Jahren entstehen.

Neben dem traumatisierenden Erlebnis spielt auch die genetische Disposition und psychologische Bedingungen eine Rolle.

Therapie

Eine PTBS kann sowohl nur einige Wochen, als auch mehrere Monate, wenn nicht sogar Jahre andauern. Frauen sind tendenziell längere Zeit von der Belastungsstörung betroffen als Männer. Dies ist auch abhängig von der Art und Schweregrades des Traumas. Es kann durchaus sein, dass es zu einer sogenannten Spontanheilung kommt, was bedeutet, dass die Symptome nach einiger Zeit wieder verstreichen. Häufiger ist jedoch eine Psychotherapie notwendig und in jedem Fall zu empfehlen. Die besten Prognosen bestehen dann, wenn die Betroffenen zeitnah nach dem traumatischen Erlebnis professionelle Hilfe aufsuchen und sich keinem zusätzlichen Stress aussetzen, sodass das Gehirn in einer positiven Umgebung die Chance hat, das Erlebte zu verarbeiten. Betroffene neigen dazu, sich vehement ablenken zu wollen, was jedoch nicht zur Heilung beiträgt. Stattdessen ist es wichtig, zur Ruhe zu kommen, zu entspannen und freudige Dinge unternehmen.

Zur Behandlung einer PTBS gibt es vielfältige therapeutische Verfahren und ganz spezifisch ausgebildete Psychotherapeut*innen. Ein neuartiges Verfahren ist unter anderem die EMDR-Methode. Sieh Dir hierzu auch den Blogbeitrag an!

Gerne kannst Du auch eine Einzelsitzung buchen, um Dich beraten zu lassen.

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Ich bin Ulrikes Assistentin, Janina