Psychologie und Corona – Psychische Folgen und was wir für unsere Psyche tun können

Psychologie und Corona – Psychische Folgen und was wir für unsere Psyche tun können

Psychologie und Corona - Müssen wir wirklich psychische Folgen davon tragen?

In diesem Artikel erfährst Du meine persönliche Meinung zu Corona, den psychischen Folgen und wie wir in dieser herausfordernden Zeit gut mit unserer Psyche umgehen und was wir für unsere Gesundheit tun können.

Wie wäre das? Es ist Angstmache und es macht keiner mit.

Gibt es Corona? Ja, Corona gibt es.
Woher ich das weiß? Es gab schon einige Fälle in meiner näheren Umgebung.

Ist Corona wirklich so schlimm? Und machen die aktuellen Maßnahmen Sinn oder nicht? Das ist eine Frage die vielerorts diskutiert wird. Wild diskutiert. Wenn jetzt wirklich nur 6% der Coronatoten in den USA an Corona gestorben sind, lohnt es sich kaum noch dorthin zu schauen. Aber was ist mit Brasilien? Dort scheint es nicht so rosig? Anderseits Leben noch viele Schweden… Da ist die Rede von Schlafschafen und böswilligen Coronaleugnern. Manche Freundschaft ist schon am Thema Corona zerbrochen und es ist plötzlich keine persönliche Entscheidung mehr, wohin man in den Urlaub fährt oder ob es sich überhaupt ziehmt irgendwo hingefahren zu sein. Der bayrische Wald: das neue Griechenland.

Psychologie und Corona - Psychische Folgen und was wir für unsere Psyche tun können

Viele Theorien um Corona

Die Theorien rundum Corona haben schillernde Farben. Will Bill Gates aus lauter Impfwahn die Welt retten oder steckt da ein Plan dahinter, der uns alle fügig machen soll. Hatten die Chinesen geplant Covid-19 also biologische Waffe einzusetzen und wenn ja, ist ihr Plan aufgegangen, wie gedacht oder ist ihnen das Zeug entfleucht. Steckt doch die USA dahinter, Russland, die 1%? Oder sogar Außerirdische? Es gibt fast nichts, was ich noch nicht gehört hätte. Und dann taucht da plötzlich der Neffe unseres Lieblingspräsidenten John F. auf, der zwar nicht sagt „Ich bin ein Berliner“, die Berliner und die Coronawelt aber ziemlich aufmischt.

Die psychologische Seite von Corona

Was mich jedoch viel mehr interessiert, ist die psychologische Seite von Corona. Dem, was es mit uns macht und was wir damit machen können.
 
Corona hat eine ganze Menge Dynamik in unser Leben gebracht. Hochzeiten zukünftiger unglücklicher Ehen haben nicht stattgefunden (die anderen werden hoffentlich noch nachgeholt), durch die räumliche Nähe sind manche schon bekannte Fälle häuslicher Gewalt so eskaliert, dass die Opfer endlich den Mut hatten, sich zu trennen (den anderen wünsche ich ihn von Herzen) und wir haben viele kreative Lösungen gefunden, für Probleme, die wir vorher noch nicht kannten. Das erinnert mich ein bisschen an Kuba. Viele Menschen hatten oder haben jetzt auch die Gelegenheit sich mit etwas zu beschäftigen, was sonst im Alltagsstress oft untergeht: Mit sich selbst. Und das kann zunächst und gewohnt und sogar unangenehm sein.  

Corona und die Psychologie der Angst

Corona war und ist immer noch eine große Chance für mehr Selbst-Bewusstsein, Selbst-Fürsorge, Achtsamkeit und Entschleunigung.
 
Wenn da nicht eines wäre: Die Angst. 
 

Ich selbst habe vor vielen Jahren beschlossen, mich den Medien weitestgehend zu entziehen und das, obwohl ich eigentlich Mal Publizistik studiert habe. Das ist eine bewusste Entscheidung, die ich kein klitzekleines bisschen bereue. Im Gegenteil, es ist eine der besten Entscheidungen, die ich je getroffen habe! Es tut mir gut, nicht mehr ungefiltert mit Bildern bombardiert zu werden, bei denen niemand vorher mein kleines Herz gefragt hat, ob es bereit ist, sie zu sehen. Und trotzdem bekomme ich das mit, was ich mitbekommen soll, um mich in der Welt zu orientieren.
 
Sowohl in meinem Publizistik- als auch in meinem Psychologiestudium habe ich gelernt: Bad News sells. Das liegt ganz einfach daran, dass unser Gehirn ganz heiß ist auf schlechte Nachrichten. Es saugt sie quasi auf. Doof oder? Naja, ursprünglich ist das ein Schutzmechanismus. Wir sind hellhörig, wenn irgendwo Gefahr droht. Unser Organismus wird wach und analysiert. Betrifft es mich? Komm ich da unbeschadet raus? In diesem Alarmprozess sorgt unser Gehirn erstmal dafür, dass ganz viele Stresshormone ausgeschüttet werden. Wir sind bereit zu kämpfen, alles zu geben, um zu überleben. 
 
Dafür werden andere, jetzt in dieser heißen Phase weniger relevante Prozesse, wie zum Beispiel das Immunsystem runtergefahren. (Ja, genau! Mit Angst vor Corona steigt die Wahrscheinlichkeit, dass man krank wird und wenn’s die Grippe ist. Und mit Angst vor einer Zwangsimpfung die Wahrscheinlichkeit, dass der Körper nicht gut mit ihr umgehen kann.) Dieses Prinzip funktioniert super, wenn ich an einer Klippe ausrutschen, schnell reagieren und mich festhalten muss. Die Wahrscheinlichkeit, dass da ein Virus auf mich lauert ist relativ gering. Für die aktuelle Situation ist es allerdings nicht sehr hilfreich. 

Angst und ihre drei automatisierten Reaktionsmuster

Die Angst, die aktuell verbreitet wird über Mainstreammedien und Social Media schwächt uns, unabhängig davon ob es die Angst vor Corona ist oder vor der gewaltfreien Übernahme der Elite und einer Zwangsimpfung.
 
Sie schwächt unser Immunsystem und macht uns krank. Neben den Hormonen, die unser Körper nur kurzfristig gut verstoffwechseln kann, werden noch andere Prozesse in Gang gebracht: Das Fight-Flight-Freeze-Programm.
 
Davon habe ich in den letzten Monaten eine ganze Menge gesehen. 
 
Flight: Menschen, die vor mir im Rollstuhl wegrennen und einen unglaublich großen Bogen machen (ich konnte nicht so schnell weg). 
Omas und Opas, die ihre Enkel teilweise Monate nicht mehr gesehen haben.
 
Freeze: Menschen, die vor Angst, sich mit Corona anzustecken, ihre Kontrolltermine beim Urologen abgesagt und nun von Krebsstadium 1 zu Stadium 4 gerutscht sind (habe gerade erfahren, dass in Great Britain aus diesem Grund mit insgesamt 30000 unnötigen Krebstoten bis Jahresende gerechnet wird).
 
Fight: Menschen, die offiziell kämpfen und in den Widerstand gehen, aus Angst ihre Rechte, ihre Freiheit und ihre Gesundheit zu verlieren. 
 

Widerstand in der Psychologie

Widerstand ist in der Psychologie kein angenehmer Begriff. Widerstand ist anstrengend. Widerstand ist mit vielen unangenehmen Gefühlen verbunden: Wut, Frustration, Angst, Macht, Ohnmacht, Hilflosigkeit, Strampeln, Kämpfen.

In der Psychologie spricht man dann von Widerstand, wenn wir nicht in der Lage sind, eine Situation adäquat zu verarbeiten und daran leiden. 

Wenn ich mich mit aller Macht gegen eine Tür drücke, dann werde ich verletzlich. In den Moment, in dem die Tür geöffnet wird, falle ich um. Ich bin nicht in meiner Mitte. Bin nicht standfest.
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Was ich als Psychologin empfehle

Sage ich jetzt: Wehrt Euch nicht! Oder: Werft Eure Masken weg!
 
Nein. Ich sage: Schaut nach innen, kümmert Euch um Eure Angst, damit Eure Stresshormone Euch nicht unnötig stressen, ihr gesund bleibt und gute Entscheidungen treffen könnt – denn Angst führt schlicht dazu, dass wir nicht mehr klar denken können und ganz automatisch die oben genannten Programme in Gang gesetzt werden.
 
90% aller Krankheiten entstehen durch Stress! Wenn Ihr Corona gut überstehen wollt, ob mit Impfung oder ohne, ist es wichtig, dass Ihr in Eurer Mitte bleibt.
 
Dann könnt Ihr ganz gechillt mit Maske zum Lidl gehen oder auf eine Demo. Aber achtet auf Eure Gefühle, denn sonst macht Ihr Euch krank. Dafür braucht Ihr dann keinen Virus und keine Verschwörung. 

Sucht soziale Kontakte und bleibt zusammen

Und bleibt zusammen! Als ich in Reha war standen überall Schilder mit der Aufschrift: „Meiden Sie soziale Kontakte.“ Nein! Lasst Eure Beziehungen nicht durch Corona beeinflussen! Lasst Euch nicht auseinanderreißen, weil Ihr Angst habt, Euch zu treffen. Auch online gibt’s jetzt so viele Möglichkeiten! Dank Corona kann ich wieder mit meiner Hulalehrerin aus Hawaii tanzen. Seit fünf Jahren wünsche ich mir das. 
 
Und lasst auch keinen Keil zwischen Eure Freundschaften klemmen, weil Ihr unterschiedlicher Meinung seid. Habt Respekt vor der Meinung des anderen, auch wenn es heißt für ihn Mal eine halbe Stunde eine Maske zu tragen.
 
Meine Mutter will gerade auch keine Umarmungen. Na und? Dann geht es auch anders. Wir sind uns trotzdem nah, auch wenn wir da anderer Meinung sind.
 
Denkt dran:
Wir brauchen uns! Wir halten uns gesund!
 
Tief durchatmen. Es ist alles gut. Das Leben ist gut. Wir schaffen das. Schritt für Schritt.
 
Du brauchst Hilfe, mit Deiner Angst oder mit Deiner persönlichen Coronasituation umzugehen? Melde Dich bei mir und wir machen einen Coachingtermin aus. Ich freue mich auf Dich!
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