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Selbstfürsorge lernen

5 Tipps um netter zu uns selbst zu sein

Gastbeitrag von Assistentin Mara

Was bedeutet Selbstfürsorge?

Selbstfürsorge ist niemals eine selbstsüchtige Handlung. Es ist einfach eine gute Verwaltung des einzigen Geschenks, das Du für Dich hast
– Parker Palmer 
Wir alle kennen das Gefühl im Alltag: Wir sind gestresst, fühlen uns mit den Anforderungen des Lebens überfordert, und wollen es gleichzeitig allen Menschen in unserem Umfeld recht machen.
Dabei stellen wir unsere eigenen Bedürfnisse und Wünsche oft in den Hintergrund, schließlich wäre es doch sicher falsch und egoistisch von uns, sich entspannt zurück zu lehnen, während es noch so viele Aufgaben für uns zu erledigen gibt- oder?
Falsch! Denn das Prinzip der Selbstfürsorge bedeutet genau das: auf seine eigenen Bedürfnisse und Wünsche zu achten, und sich gelegentlich eine kleine Auszeit zu nehmen.

Als ich vor fast 2 Jahren mein Psychologie Studium in Düsseldorf begann, war ich zu Beginn sehr überfordert. Ich hatte den Dreh noch nicht ganz raus, und meine innere, perfektionistische Kritikerin in mir ließ mich einfach nicht in Ruhe: sie nörgelte an meinen ersten Noten, an meinem Aussehen und für die Uni machte ich nie genug. Als Resultat kam ich abends gestresst von den Vorlesungen zurück, saß bis in die späten Stunden an meinem Schreibtisch und verrenkte mich zu „Pamela Reif Workouts“, um meinem Idealkörper einen Schritt näher zu kommen. Am Ende des Tages fühlte ich mich allerdings nicht erfüllt, sondern ausgelaugt und fertig. Ich ging ins Bett mit dem Wissen, dass der gleiche Tag sich morgen wiederholen würde – Was habe ich falsch gemacht? Ist es nicht gut, ambitioniert zu sein, und an seinen Zielen zu arbeiten?

Nun, rückblickend gesehen fällt mir auf, dass ich mir zu Beginn meiner Studienzeit viel zu hart mit mir selbst ins Gericht gegangen bin: ich habe mir keine Pausen gegönnt, habe meinem Körper nicht die Zeit gegeben, seine Ressourcen wieder aufzufüllen und Stress abzubauen. Ich habe meinen Körper nicht als Freund angesehen, den man gut behandeln muss, sondern als Maschine, die funktionieren soll. Und dabei ist mir garnicht aufgefallen, wie viel Spaß mir sowohl der Sport, als auch das Studium machen!

Ein kleiner Selbsttest - Brauchst Du mehr Selbstfürsorge?

Überprüfe Dich mal selbst:
  • Fühlst Du Dich oft im Alltag überfordert?
  • Wünschst Du Dir manchmal, Du hättest mehr Zeit für Dich?
  • Stellst Du Deine eigenen Bedürfnisse oft in den Hintergrund?
  • Bist Du manchmal sehr hart zu Dir selbst?

Selbstfürsorge in den Alltag integrieren: Stress abbauen​

 
Vielleicht fragst Du Dich jetzt: „Wann soll ich mir denn eine Auszeit nehmen?“.
Selbstfürsorge ist nichts, was man erst beginnen sollte, wenn man akuten Stress oder Überforderung bemerkt, und sollte auch nicht als „Fast Food“ oder „Comfort Food“ für die Seele verstanden werden, wenn wir uns schlecht fühlen.
 
Vielmehr sollte man Selbstfürsorge in den Alltag integrieren. Bei dem Prinzip der Selbstfürsorge sind nämlich nicht direkt ein Kurzurlaub am Strand, oder einem langen Wellness-Wochendtrip gemeint, sondern vielmehr kleine Tätigkeiten, die Dich besser fühlen lassen, Stress abbauen und Dir eine Auszeit aus dem Alltag ermöglichen.
 
 
 
 

5 Tipps für mehr Selbstfürsorge im Alltag - Selbstfürsorge lernen

  1. Entschleunigung – nimm Dir Auszeiten, und zwar regelmäßig!
  2. Wechsel Deine Routine ab!
  3. Eigne Dir positive Verhaltensmuster an
  4. Sei netter zu Dir selbst – geh nicht zu hart mit Dir ins Gericht
  5. Trau Dich „Nein“ zu sagen!

1. Stressbewältigung und Selbstfürsorge durch Entschleunigung

Wie oben schon aufgeführt braucht es nicht viel, um die Energieressourcen wieder aufzufüllen.
Meistens sind es schon kleine Tätigkeiten, die uns dabei helfen, zu entspannen, und einen Gang zurückzuschalten.
Wenn wir uns im Alltag zu stark belasten, und uns keine Auszeiten erlauben, reagieren wir als Resultat mit Stress, schlechter Laune und Gereiztheit. Was hilft jetzt?

Nun, auf alle Fälle musst Du erkennen, dass es wohl keinen Sinn ergibt, Dich direkt nach der Arbeit an den Schreibtisch zu setzen, und Deine letzten Dir verbliebenen Nerven zu opfern.

Lerne auf Deinen Körper zu hören, wenn er Dir signalisiert, dass er Pausen braucht, und nehme Dir die Zeit ohne schlechtes Gewissen.
Ich sage natürlich nicht, dass Du bei Deinen Aufgaben prokrastinieren sollst, aber wieso gönnst Du Dir nicht mal eine Auszeit, liest ein neues Buch, machst Dir einen warmen Tee oder probierst mal eine Atemmeditation? 

Meine kleine Atemmeditation für zwischendurch findest Du hier:
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2. Eigne Dir positive Verhaltensmuster und sorge für Dich

Begib Dich in folgende Situationen: Du hast 2 Möglichkeiten Deinen freien Tag zu verbringen.
  1. Du wachst ausgeschlafen auf, gehst eine Runde laufen, nimmst Dir viel Zeit zum Kochen, und zauberst eine leckere und gesunde Malzeit, die Du bewusst genießt. Abends triffst Du Dich mit Deiner Freundin Lisa, und ihr redet über Gott und die Welt.
  2. Du wachst Du völlig verkatert auf, am Abend zuvor hattest Du wohl ein Glas Wein zu viel getrunken. Du verbringst viel Zeit am Handy, isst eine Tiefkühl-Pizza und verbringst den Tag alleine in der Wohnung.
An welchem Tag glaubst Du, wirst Du Dich zufriedener und ausgeglichener fühlen? Zugegeben, sind das jetzt zwei sehr starke Kontrast-Beispiele, aber was sie verdeutlichen sollen ist, wie wichtig es ist auf den eigenen Körper zu hören.
Genügend Schlaf, gesundes Essen, viel zu Trinken und Sport zu machen klingen vielleicht nach banalen Vorschlägen, auf die Du bestimmt auch selbst gekommen wärst. Das Wichtige ist aber, dass Du sie aktiv in Deine Routine einbaust!

3. Wechsel Deine Routine ab

Oft kann unser Alltag so festgefahren sein, dass wir das Gefühl haben, wir erleben den selben Tag immer und immer wieder aufs Neue. Auch das kann uns mental sehr belasten, sodass es wichtig ist, seine Gewohnheiten mal zu verändern:
  • Du kochst jeden Tag die selben 5 Gerichte und empfindest die Aufgabe als eintönig und langweilig? – Versuche es doch mal mit einem neuen Kochbuch oder bestell einfach mal Essen nach Hause!
  • Bau Dir ein paar kleine Highlights in die Woche ein, z.B. einen Filmabend mit Deinen Freundinnen!
Auch die Gehirnforschung bestätigt, dass es Deinem Gehirn gut tut, mal etwas Neues zu erleben:  dann werden nämlich einige Regionen besonders stark aktiviert, die Dopamin ausschütten.  
 
Der Punkt ist nicht, dass Du Dein Leben komplett umkrempeln sollst, sondern dass Du einfach mal Abwechslung in Deinen Alltag bekommst. Wir adaptieren schnell an gewohnte Zustände, und genießen sie mehr, wenn wir sie nicht jeden Tag erleben. Du wirst sehen: Es wird Dir gut tuen!
 

4. Sei netter zu Dir selbst - Der Kern der Selbstfürsorge

Entschleunigung, Routinenwechsel, positive Verhaltensmuster: all diese Tipps sorgen dafür, dass Du netter zu Deinem Körper bist, ihn stärkst, und ihm erlaubst, sich zu regenerieren.
Zum Selbstfürsorge Prinzip gehören nicht nur Verhaltensaspekte, Du solltest auch kognitiv netter zu Dir selbst sein.
Mach Dich nicht selbst fertig, wenn Du merkst, dass Dich der Alltagsstress überfordert, sondern halte mal inne, und denk an die ganzen guten Dinge, die Du heute geschafft hast.

Oft kann es auch helfen, sich immer wieder seine Erfolge vor Augen zu führen, indem man sich abends mal aufschreibt, was man an dem Tag alles erreicht hat – langfristig kann die Methode nicht nur die Achtsamkeit auf Deine Fähigkeiten verbessern, sondern generell Dein Selbstwertgefühl steigern, sodass Du viele stressigen Situationen garnicht mehr als solche wahrnimmst!

5. Traue Dich "Nein" zu sagen und sorge damit endlich für Dich selbst

Oft befinden wir uns in stressigen Situationen, weil wir einfach zu viel zu tun haben.Dabei haben wir uns aber auch oft für viele dieser Tätigkeiten aktiv entschieden.
Warum trauen wir uns nicht „Nein“ zu sagen? Vielleicht haben wir Angst, dass wir egoistisch rüber kommen, wenn wir eine Tätigkeit ablehnen. Der Haken an der Sache ist allerdings: Wer zu allem ja sagt, wird leicht ausgenutzt, und befindet sich schnell in einem Teufelskreis.
Dabei antizipieren wir durch ein „Nein“ größere negativen Konsequenzen für unser Gegenüber, als sie wirklich sein werden.

Fazit - Selbstfürsorge ist wichtig

Selbstfürsorge ist wichtig, weil sie uns dabei helfen kann, unseren Alltagsstress besser zu bewältigen, und unser Selbstwertgefühl zu steigern.
Stressbewältigung durch Selbstfürsorge ist von großer Wichtigkeit, weil sich chronischer Stress stark auf unsere Gesundheit auswirken kann. Durch mangelnde Stressbewältigung und unzureichende Selbstfürsorge, steigerst Du außerdem die Gefahr, an einem Burnout-Syndrom zu erleiden, also körperlicher und mentaler Erschöpfung. 
Machen wir uns also ein Geschenk an uns selbst, und steigern wir unsere Lebensqualität, indem wir unserem Körper und unserem Verstand öfter mal etwas Gutes tun!

Nimm Dich ernst, sorge für Dich und zieh den Stressstachel aus Deinem Leben

Lerne vom Profi mit Stress umzugehen und gelassener zu Leben! Sei bei unserem nächsten „Lebe lieber leicht“-Stressbewältigungsseminar dabei. Online, interaktiv und mit jeder Menge Übungen, die Dein Leben wieder lebenswert machen.

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Assistentin-Mara-Meise

Ich bin Ulrikes Assistentin, Mara