Diplom Psychologin Ulrike Duke die positive Wirkung von Dankbarkeit
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Die positive Wirkung von Dankbarkeit

Gastbeitrag von Assistentin Felicitas

Die positive Wirkung von Dankbarkeit

Vieles, was wir im Leben haben, halten wir für selbstverständlich und zeigen wenig Dankbarkeit demgegenüber. Es scheint insgesamt viel leichter, sich auf Dinge zu konzentrieren, die im Leben fehlen oder im Moment nicht so gut laufen. Unser Fokus ist also meistens auf das Negative gerichtet. Mit dieser Einstellung kann man aber den Zustand der Zufriedenheit und Lebensfreude nur schwer erreichen. Dankbarkeit hingegen verbessert unser Wohlbefinden und hilft uns den Fokus auf das Positive zu legen. Aber was ist Dankbarkeit und wie etabliere ich sie in meinen Alltag?

Was ist Dankbarkeit?

Dankbarkeit ist ein Gefühl der Zufriedenheit und der Wertschätzung gegenüber Dingen, Personen oder einer Situation. Dabei schätzt man das, was man hat. Man legt den Fokus auf alles, was gut funktioniert und worüber man sich freuen kann. Zum Beispiel kann man für seine Gesundheit, sein Zuhause, Essen und Trinken, Freizeit und für die Familie/Freunde/Partner*in dankbar sein.

Wirkung von Dankbarkeit

Dankbarkeit ist nicht mit „negativen“ Gefühlen vereinbar. Da man sich beispielsweise nicht gleichzeitig wütend und dankbar fühlen kann. Somit ist also Dankbarkeit ein effektives Mittel gegen „negative“ Gefühle.
Eine dankbare Haltung wirkt sich insgesamt positiv auf die Psyche, den Körper, unsere zwischenmenschlichen Beziehungen und unsere allgemeine Lebenszufriedenheit aus.
 
Dankbarkeit macht glücklich
In einer Studie, in der die Wirkung von Dankbarkeit untersucht wurde, wurden die Probanden in zwei Gruppen aufgeteilt. Die Probanden in der „Dankbarkeits-Gruppe“ sollten über 10 Wochen lang einmal pro Woche ein paar Minuten darüber nachdenken, wofür sie in ihrem Leben dankbar sind. Die andere Gruppe diente als Kontrollgruppe. Das Ergebnis war, dass die „Dankbarkeits-Gruppe“ im Vergleich zur Kontrollgruppe, die keine Dankbarkeit praktizierten, im gesamten Zeitraum der Studie viel optimistischer und motivierter waren. Es verbesserten sich sogar die Gesundheitswerte und die Immunabwehr der Probanden aus der „Dankbarkeits-Gruppe“. Somit macht Dankbarkeit also nicht nur glücklich, sondern führt auch zur Verbesserung der Gesundheit.
 
Dankbarkeit verbessert Beziehungen
Eine Studie kam zu dem Ergebnis, dass wenn wir Dankbarkeit gegenüber unserem Partner und unseren Kindern empfinden, es uns dazu motiviert noch mehr Zeit miteinander zu verbringen. Zudem steigen das Vertrauen und das Gefühl der Zugehörigkeit. Die sozialen Bindungen verstärken sich also durch das Praktizieren von Dankbarkeit.
 
Dankbarkeit hilft gegen Schlafstörungen
In einer Studie sollten die Probanden jeden Tag 15 Minuten lang aufschreiben, für was sie alles dankbar sind. Das Ergebnis dabei war, dass die Probanden dadurch länger und erholsamer schliefen. Dankbarkeit hat also einen signifikant positiven Einfluss auf die Schlafqualität.
 
Dankbarkeit verbessert die körperliche Gesundheit
Der Psychoneuroimmunologe Mills untersuchte, wie sich das Führen eines Dankbarkeitstagebuchs auf Patienten, die an einer Herzinsuffizienz leiden, auswirkt. Dabei fand er heraus, dass sich dadurch die körperliche Verfassung der Patienten signifikant verbesserte. Weitere Studien kamen auch zu dem Ergebnis, dass eine dankbare Haltung das Herzinfarktrisiko senken kann.
 
Dankbarkeit verbessert die psychische Gesundheit
Mittlerweile gehen Psychologen davon aus, dass Dankbarkeit bei der Prävention von Angst- und Suchterkrankungen hilft und Phobien mildern kann. Dankbarkeit wirkt bei leichter bis mittelschwerer Depression wie ein Antidepressivum. Insgesamt kamen mehrere Studien zu dem Ergebnis, dass eine dankbare Haltung psychische Erkrankungen vorbeugen kann und Stress reduziert.
 

Methoden zum Ausüben von Dankbarkeit

Den Fokus auf das Positive zu richten kann anfangs schwerfallen, aber mit ein wenig Übung kann man lernen, Dankbarkeit fest in den Alltag zu etablieren. Hilfreiche Methoden dabei können sein:
 
Dankbarkeitstagebuch
In Dein Dankbarkeitstagebuch schreibst Du, am besten abends, hinein wofür Du an diesem Tag dankbar warst. Dabei wird der Fokus auf die schönen Dinge des Lebens gelenkt. Stelle Dir dabei Fragen wie „was hat mich heute fröhlich gestimmt“ oder „für welche Personen in meinem Alltag bin ich dankbar“. Vor allem in schwierigen Zeiten kann ein Dankbarkeitstagebuch helfen, zu erinnern, dass nicht alles im Leben nur schlecht ist, sondern, dass es auch immer viele positive Dinge gibt, über die man sich freuen kann.
 
Dankbarkeitsmeditation
Setze oder lege Dich dazu am besten an einen ruhigen und ungestörten Ort und schließe die Augen. Denke dann während der Meditation an Dinge und Menschen, für die Du Dankbarkeit empfindest. ,wie sich Dein Körper dabei anfühlt. Genieße diesen entspannenden und positiven Moment voller Dankbarkeit.
 
Dankbarkeitsbrief
Eine weitere Möglichkeit, um Dankbarkeit zu zeigen ist ein Dankbarkeitsbrief. Kommuniziere Deine Dankbarkeit dabei in schriftlicher Form an eine Person, die Dein Leben positiv beeinflusst. Ob Du ihn abschickst, ist dabei am Ende Dir selbst überlassen, aber Du bereitest damit dem Empfänger bestimmt eine kleine Freude. Eine andere Option wäre, dass Du den Brief an Dich selbst schreibst und dabei dankbar bist für alles, was Dein Körper für Dich leistet, beziehungsweise für alles was Du erreicht hast.
 
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Ich bin Ulrikes Assistentin, Felicitas.