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Meditation - ein Weg zum Glücklichsein durch mehr Achtsamkeit

Gastbeitrag von Assistentin Laura
In diesem Blogpost wirst Du erfahren, was Meditation ist und wie eine Meditationsübung funktionieren kann. Ich möchte Dir auch zeigen, welche positiven Effekte sie auf Deinen Körper haben kann und welche wissenschaftlichen Befunde hierzu bestehen.
 
Bei der Meditation handelt es sich um eine Methode, die es Dir ermöglichen soll, Dein Stresslevel zu senken, eine bessere Verbindung zwischen Körper und Geist zu schaffen und Dich besser konzentrieren zu können, aber auch freundlicher zu Dir selbst zu sein.

Meditation - wie und warum funktioniert sie?

Es wird geschätzt, dass 95 % unseres Verhaltens auf Autopilot läuft. Das liegt daran, dass allen unseren Gewohnheiten neuronale Netze zugrunde liegen, die die Millionen von Sinneseindrücken, denen wir ausgesetzt sind, reduzieren müssen, damit wir in dieser Welt funktionieren können. Diese Funktionsweise unseres Gehirns ist so effizient, dass wir oft in alte Verhaltensweisen zurückfallen, bevor wir uns daran erinnern, was wir stattdessen tun wollten. Achtsamkeit ist das genaue Gegenteil dieser automatisierten Prozesse.
 
“Achtsamkeit ist die Bewusstheit, die entsteht, indem wir im gegenwärtigen Moment absichtsvoll und ohne zu urteilen aufmerksam sind.”
– Jon Kabat-Zinn
 
Sie ermöglicht bewusste Handlungen, Willenskraft und Entscheidungen. Aber das erfordert Übung.
In einer Meditationsübung lernen wir, auf den Atem zu achten, wie er ein- und ausgeht und zu bemerken, wenn der Geist von dieser Aufgabe abschweift. Wenn wir auf unseren Atem achten, lernen wir, in den gegenwärtigen Moment zurückzukehren und darin zu bleiben – uns absichtlich im Hier und Jetzt zu verankern.
 
Meditation ist zwar kein Allheilmittel, aber sie kann den dringend benötigten Freiraum in Deinem Leben schaffen. Manchmal ist das alles, was wir in bestimmten Moment brauchen. Mit der Meditation bringen wir aber auch weitreichende und lang anhaltende Vorteile in unser Leben, die ich Dir später noch näher erläutern werde.

Das passiert im Körper, wenn Du meditierst

  1. Die Amygdala
    Die Amygdala ist ein Hirnareal, genauer ein Teil des limbischen Systems im Gehirn, das eine zentrale Rolle bei der Verarbeitung von Emotionen wie Furcht und Angst spielt. Ihre Aktivität lässt sich über Methoden wie funktionelle Magnetresonanztomographie kurz fMRT oder mit der Positronenemissionstomographie kurz PET untersuchen. Nach einer Mediation-Session ist diese weniger aktiv. Das hilft, den Stress und das Angstlevel zu reduzieren.
  2. Der Blutdruck
    Mit den reduzierten Gefühlen von Angst oder auch Aggression durch geringere Amygdalaaktivität, könnten auch die Befunde zusammenhängen, die dafür sprechen, dass Meditation den Blutdruck senkt, besonders bei Risikopatienten für Bluthochdruck.
  1. Die Gen-Regulation
    Über verschiedene Mechanismen ist die Aktivität einzelner Gene regulierbar.  Auch die Meditation scheint diese Mechanismen in unseren Zellen beeinflussen zu können, wodurch die Aktivität der Gene, die Entzündungsprozesse auslösen, reguliert wird. Somit kann Mediation einen förderlichen Effekt auf entzündungsbedingte Erkrankungen und ihre Heilung haben.
  2. Relaxierung der Muskeln
    Die Achtsamkeit zeigt sich auch hilfreich bei der Kontrolle von Schmerzen beispielsweise im unteren Rücken. In dem die Aufmerksamkeit von den Schmerzen weggelenkt werden, entspannen sich automatisch die Muskeln dieser Partie. Es bietet sich also an, Meditation auch unterstützend zu Schmerzmittel anzuwenden. 

Wissenschaftliche Befunde zur psychologischen Wirkung der Meditation

Wissenschaftliche Studien, die die Effekte von Meditationsübungen untersuchen, zeigen interessante Befunde, die Lust machen diese Methode für sich selbst auszuprobieren.
An Tagen an denen Du meditierst, wirst Du im Vergleich zu Tagen an denen Du es nicht tust, mit großer Wahrscheinlichkeit ein geringeres Maß an negativem Affekt verspüren. Dafür wirst Du über ein höheres Maß an Wohlbefinden sowie positivem Affekt berichten können. Du wirst merken, dass Du auch besser kontrollieren kannst, wie Du auf Gefühle reagierst.
Und der Hit an dieser Sache? Diese Assoziationen finden wir auch im Zusammenhang mit Urlaub. Der Beginn der Meditation und ein Urlaub haben in der Tat sich überschneidende Wirkungen. Schenke Dir also ein Stück Urlaub, direkt von Zuhause aus!
 
Weiter ist wissenschaftlich gesichert, dass Meditation zu einem geringeren Umherschweifen der Gedanken zu unangenehmen Themen führt. Stattdessen ist eine Zunahme an neutralen und gar positiven Themen in unseren Gedanken zu verzeichnen. Das wiederum führt zu verstärktem fürsorglichen Verhalten gegenüber Dir selbst und Deinen Mitmenschen.
Dieser positive Effekt wird größer mit zunehmender Häufigkeit und Regelmäßigkeit mit der Du die Meditation durchführst.
 
Die Liste positiver Befunde der Meditation ist lang und einen Aspekt davon möchte ich Dir noch mitgeben.
Es ist wundervoll, sich glücklich zu fühlen und das sollte auch oberste Prämisse sein. Aber ist es nicht noch schöner,  die Menschen um sich herum an eigenen Glücklichsein teilhaben zu lassen, das Gefühl des Glücklichseins auch auszustrahlen?
Und Tatsache: Meditation macht glücklich und das nicht nur gefühlsmäßig, sondern auch äußerlich. Bereits Meditationsanfänger sehen nach einem intensiven 9-tägigen Meditationsverfahren glücklicher aus im Vergleich zu vorher.

Eine Anleitung für Dich

Wenn Du die genannten Vorzüge der Meditation genießen möchtest, habe ich Dir hier für den Einstieg gerne zusammengeschrieben, wie Du die Meditationsübung aufnehmen könntest:
 
(1) Suche Dir einen Sitzplatz, der sich für Dich ruhig und still anfühlt. Achte bei Deiner Wahl auch darauf, dass Du eine Position aussuchst, in der
    Du eine längere Zeit verweilen kannst.
(2) Setze Dir ein Zeitlimit. Am Anfang ist es ratsam eine kurze Zeitspanne von beispielsweise fünf bis zehn Minuten zu wählen.
(3) Beginne nun mit dem Spüren Deines Atems. Achte darauf, wie er ein- und ausströmt.
(4) Nimm wahr, wenn Deine Gedanken abschweifen. Es ist unvermeidlich, dass die Aufmerksamkeit den Atem verlässt und zu anderen Orten
     wandert. Wenn Du dies bemerkst, ist das in Ordnung, urteile nicht, sondern kehre einfach zu Deinem Atem zurück. Fahre einfach fort.
(5) Wenn die Zeit abgelaufen ist, schließe die Meditation mit Freundlichkeit ab. Heben dazu sanft Deinen Blick. Wenn Deine Augen geschlossen
     sind, öffne sie. Nimm Dir einen Moment Zeit und achte auf alle Geräusche in der Umgebung. Nimm wahr, wie sich Dein Körper jetzt in
     diesem Moment anfühlt. Nimm auch Deine Gedanken und Gefühle wahr.

Du bist dran, probiere Dich an der Meditationsübung!

Solltest Du die Meditation noch nicht für Dich nutzen, probiere es doch gerne einmal aus und schaue ob es auch für Dich das Richtige ist.
Erlaube Dir Zeit zur Übung und profitiere von dieser wunderbaren Möglichkeit, Deinem Körper und Geist neue Kraft zu geben.
Wenn du noch mehr darüber lernen willst, auch wie du Mediation in einem ganzheitlichen Konzept nutzen kannst, dann schau doch mal beim
Lebe lieber leicht-Programm, dem Online-Stressbewältigungsseminar, vorbei.
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Ich bin Ulrikes Assistentin, Laura.