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Vegane Ernährung

Meine Erahrungen

Gastbeitrag von Assistentin Jasmin Pior

Was heißt überhaupt vegan?

Vegane Ernährung bedeutet, dass man auf alle tierischen Lebensmittel verzichtet. Dazu gehören z.B. Milch, Eier, Honig, Fleisch. Zu einer veganen Lebensweise gehört zusätzlich der Verzicht auf Kosmetik, bei der Tiertestungen durchgeführt oder tierische Inhaltsstoffe enthalten sind. Kleidung oder Accessoires aus Leder werden ebenfalls vermieden. Manche Menschen ernähren sich nur vegan, d.h. sie achten vorwiegend bei der Ernährung auf den Verzicht tierischer Produkte, aber tragen weiterhin Kleidung, die tierische Produkte enthalten. Im Jahr 2020 wurde festgestellt, dass ungefähr 1,3 Mio Menschen in Deutschland vegan leben.

Wieso habe ich mich für eine vegane Lebensweise entschieden?

Bevor ich vegan wurde, habe ich mich fünf Jahre vegetarisch ernährt. Für mich war schon immer die Vorstellung unschön, dass ich dort ein Tier esse. Dies ist mir vor allem beim Hähnchen von der Hähnchenbude besonders schwergefallen, da man dort erkennen kann, was das für ein Tier ist. Das Tierwohl steht bei mir an hoher Stelle. Ich sehe mich selbst nicht in einer Position, in der ich mich über ein Tierleben stellen darf. Als weiteren Grund für die vegane Ernährung, sehe ich den Umweltschutz. Es ist mittlerweile bekannt, dass die Massentierhaltung einen großen Anteil an der CO2 – Produktion ausmacht. Als dritten Faktor sehe ich die positiven gesundheitlichen Effekte einer veganen Ernährung.

Was esse ich als Veganer?

„Dann kann man ja überhaupt nichts mehr essen“ ist ein Spruch, den bestimmt jeder sich vegan ernährende Mensch schon einmal gehört hat. Seitdem ich mich vegan ernähre, esse ich viel vielfältiger und ausgewogener als vorher. Ich habe angefangen Linsen, Bohnen und Erbsen für mich zu entdecken. Ich habe Gemüse- und Obstsorten ausprobiert und neue Getreidearten kennengelernt. Sich vegan zu ernähren heißt nicht, dass man nur Salat essen kann.

Was für positive Effekte habe ich bemerkt?

Ich habe bemerkt, dass das Essen so gut sein kann, ohne dass dafür ein Tier leiden muss. Ich bin viel achtsamer beim Essen geworden. Ich habe angefangen mir Gedanken darüber zu machen, was ich esse. Ich achte darauf, dass ich ein gutes Verhältnis zwischen Kohlenhydrate, Fette und Proteine zu mir nehme. Ich höre mehr auf mich und meinen Körper. Da ich Laktose sehr schlecht vertrage, war es für mich in der Hinsicht eine Erleichterung, da die vegane Ernährung zwangsläufig laktosefrei ist. Seit dem einen Jahr ist meine Neurodermitis so gut wie verschwunden und tatsächlich ist mein Asthma auch nicht mehr da. Ob das nun an der Ernährung oder an meiner erhöhten sportlichen Aktivität liegt, ist fraglich. Ich könnte mir eine Kombination aus beidem vorstellen. Außerdem bin ich viel aktiver geworden. Ich gehe mehr raus in die Natur, mache mir Gedanken um den Umweltschutz und um die Gesundheit der Psyche.

Was muss man bei einer veganen Ernährung beachten?

Ganz wichtig ist, dass man darauf achtet, dass seine Vitamine und Mineralien gut abgedeckt sind. Bei den meisten Menschen, die vegetarisch oder vegan leben, ist ein Vitamin B12 Mangel vorhanden, da Vitamin B12 nur in tierischen Lebensmitteln vorkommt. Deswegen supplementiere ich. Außerdem ist auf Omega-3, Jod und Selen zu achten. Am besten lässt man sich einmal vom Arzt durchchecken, damit die einzelnen Mängel angepasst auf jede Person behoben werden können. „Aber wenn du doch supplementieren musst, dann kann das nicht gesund sein“ ist ebenfalls ein Spruch auf den ich gerne eingehen möchte. Da heutzutage besondere Möglichkeiten bestehen, dass man seine Mängel anderweitig abdecken kann, freue ich mich, dass dafür kein Tier mehr leiden muss.

Meine Tipps für die Umstellung auf eine vegane Ernährung:

  • Sei nicht zu hart zu Dir selbst, mache kleine Schritte und lass immer mal wieder ein tierisches Produkt weg
  • Mach dir Gedanken, warum Du diesen Schritt wagen willst
  • Achte auf Deinen Vitamin- und Mineralienhaushalt und lass Dich von deinem Arzt abchecken
  • Finde Gleichgesinnte, die den Weg mit Dir gehen wollen, denn zu zweit lässt es sich leichter leben
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Ich bin Ulrikes Assistentin, Jasmin Prior.