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Kognitive Verhaltenstherapie

Der Einfluss unserer Gedanken und Gefühle auf unser Wohnbefinden

Gastbeitrag von Assistent Dominic

„Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen, sondern die Meinungen, die wir von den Dingen haben.“

Epiktet (55 – 135 n. Chr.), antiker Philosoph

Wie wir sehen, wurde der Sichtweise, die man über eine Sache hat, bereits in der Antike Bedeutung für das psychische Wohlbefinden beigemessen. Gegenstand der Betrachtung in der Kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) ist weniger die Art und Weise, wie eine Person handelt, sondern vielmehr stehen innere, von außen nicht beobachtbare Ereignisse, wie Gedanken, Wahrnehmungen, Einstellungen, Sichtweisen, Aufmerksamkeitsprozesse und Selbstaussagen, im Mittelpunkt. In der Kognitiven Verhaltenstherapie (KVT)  geht man davon aus, dass unsere Gedanken und Gefühle einen entscheidenden Einfluss auf unser Verhalten haben und demnach auch unser Wohlbefinden bestimmen. Verdeutlichen wir uns dies an einem Beispiel:

Du erledigst Deinen Wocheneinkauf am Samstagmorgen und als Du gerade bei der Obstabteilung Ausschau nach ein paar Äpfeln hältst, siehst Du am anderen Ende der Obstabteilung einen alten Bekannten, den Du lange Zeit nicht mehr gesehen hat. Du freust Dich, ihn nach langer Zeit wiederzusehen und winkst ihm zu, doch Dein Bekannter, der immer noch am anderen Ende der Obstabteilung steht, grüßt nicht zurück. In der Kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) weiß man: Deine Reaktion auf diese Situation hängt wesentlich davon ab, wie Du diese interpretierst:

Interpretation in der Kognitiven Verhaltenstherapie: Variante 1
(neutrales/wohlwollendes Denk- und Verhaltensmuster)

  • Gedanke: „Vermutlich war er noch ein wenig verschlafen und hat mich unter den anderen Kunden nicht erkannt.“
  • Gefühle: Da Du nicht weiter über die Situation nachdenkst, setzt Du Deinen Einkauf fort, und freust Dich ein paar schöne Äpfel gefunden zu haben, welche Dich förmlich anlachen.
  • Verhalten: Du nimmst Dir vor, für den Fall, dass Du Deinen Bekannten nächste Woche erneut beim Einkaufen sehen solltest, ihn direkt anzusprechen.

Kognitiven Verhaltenstherapie (KVT): Variante 2
(schädigendes Denk- und Verhaltensmuster)

  • Gedanke: „Er hat mich gesehen und ignoriert mich absichtlich!“
  • Gefühle: Du fühlst Dich möglichweise etwas verletzt und niedergeschlagen. Zugleich suchst Du nach Erklärungen für sein Verhalten und stellst Dir die Frage, ob Du ihn bei eurer letzten Begegnung unwillentlich gekränkt haben könntest… Dir fällt aber kein Anlass ein.
  • Verhalten: Du gehst davon aus, dass Dein vermeintlicher Bekannter Dich nicht mehr leiden kann und meidest ihn in Zukunft.

Wie wir gesehen haben, können abhängig davon, welche Bedeutung wir ein und derselben Situation beimessen, unterschiedliche Verhaltensweisen resultieren. Personen, die unter psychischen Erkrankungen leiden, sehen sich oftmals mit negativen, realitätsfremden sowie unlogischen und verzerrten Denkmuster konfrontiert, die ihr Verhalten bestimmen. Wobei wir das ja alle zu einem gewissen Grad kennen, wenn wir Mal ganz ehrlich sind.

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Typische kognitive Fehler/ belastende Denkmuster aus der Kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) 

  • Übergeneralisierung (verallgemeinernde Denkmuster)
    • Wenn es in einem Fall stimmt, dann trifft es in jedem ähnlichen Fall auch zu.
  • Katastrophisieren
    • Denke immer an das Schlimmste, es wird Dir ganz bestimmt zustoßen.
  • Versicherungsdenken
    • Aus Angst vor Enttäuschung erwarte ich immer zuerst das Negative.
  • Dichotomes Denken
    • Schwarz-Weiß-Denken

Kognitive Umstrukturierung - Eine Methode der Kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) 

Die Hauptintervention in der Kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) ist die sog. Kognitive Umstrukturierung, also die Veränderung der (negativen) kognitiven Prozesse, die dem Verhalten zugrunde liegen. Im Rahmen der Kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) soll der Patient dazu befähigt werden, identifizierte problematische Denk- und Sichtweisen neu zu bewerten, diese also aktiv zu gestalten.

Dies kann z.B. durch Gegenargumentieren, Realitätscheck, positive Umdeutung (Reframing) erfolgen, oder indem ein Problem als Herausforderung angesehen wird (vgl.  Akzeptanz- und Commitment-Therapie; ACT). An einer Depression leidenden Person, kann es damit gelingen, ihr Konstrukt aus negativen Gedanken und Fehlinterpretationen durch rationalere Gedanken zu ersetzen, wodurch eine Steigerung des psychischen Wohlbefindens erreicht werden kann. 

Die Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) kann erfolgreich bei der Behandlung von Depressionen, Angst- und Zwangsstörungen, Posttraumatische Belastungsstörungen, aber auch bei Essstörungen eingesetzt werden. Und wie gesagt, um die positiven Effekte kognitiver Umstrukturierung zu nutzen, musst Du keine psychische Diagnose haben! Denn eine Studie aus Harvard hat gezeigt, dass wir Menschen im Durchschnitt 80% negative Gedanken während unseres Tages denken! Das können wir durch die Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) ändern.

Du hast negative Gedanken und möchtest aus Deinem Gedankenkarussell ausbrechen? Ich, Ulrike Duke, helfe Dir dabei gerne. Buche einfach einen Termin zu einer Einzelsitzung und wir schauen uns Deine Gedankenspirale gemeinsam an. Ich zeige Dir schnelle und effektive Wege, wie Du mit Deinen Gedanken besser klar kommst. 

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DominicDomhan_Ändern statt Ärgern - In wenigen Schritten zum konstruktiven Umgang mit Ärger

Ich bin Ulrikes Assistent, Dominic.