Dimplom Psychologin Ulrike Duke resilient werden resilienz stress bewältigen reduzieren lebe lieber leicht
Teile den Artikel mit einem Freund und hilf mir, mehr Leichtigkeit und Freude in diese Welt zu bringen. Danke!

Resilienz - so lernst Du resilienter zu werden

Gastbeitrag von Assistentin Jamie

Whats doesn't kill you makes you stronger
- oder auch wie man Resilienz erlernen kann

Was genau ist jedoch diese Resilienz, dieser Begriff, der heute so modern geworden ist? Ursprünglich stammt dieser Begriff eigentlich aus der Werkstoffkunde: ein Material, was nach starker Einwirkung von außen in seinen Ursprungszustand zurückkehrt. Wir kennen alle diese Menschen, von denen wir immer denken: Wie schafft er oder sie das mit dem ganzen Stress? Ursprünglich bezeichnete dies in der Psychologie die Fähigkeit, Grenzerfahrungen unbeschadet zu überstehen und mit einer großen Menge Stress umgehen zu können, ohne am Ende des Tages einen Burnout oder andere psychische Erkrankungen davon zu tragen. Martina Lenzen fasst dies als standhaft bleiben, wie ein Stehaufmännchen, trotz diverser Schicksalsschläge zusammen. Doch nicht jeder wird unter Druck zu einem Diamant.

Stress abbauen oder Resilienz fördern

Mittlerweile leiden bereits circa 30 Prozent unserer europäischen Bevölkerung unter psychischen Erkrankungen, wie Sucht, posttraumatischen Belastungsstörungen, Ängsten oder einer Depression, deren Auslöser stressbedingt ist, so Lenzen. Raffael Kalisch stellt hier die Frage ob es demnach nicht sinnvoller wäre Stress zunächst zu reduzieren statt Resilienz zu fördern. Kalisch selbst beschäftigt sich im Deutschen Resilienzzentrum in Mainz mit einer Langzeitstudie zum Thema Resilienz. Er begleitet Menschen bei ihrem Werdegang und hält ihre Reaktionen auf Lebensabschnitte in Fragebögen fest. In seinem Buch „Der Resiliente Mensch“ hat er sich auch mit der Thematik beschäftigt und herausgefunden:

 

„Resilienz ist kein Schicksal.“ (R. Kalisch)
 
Es beschreibt einen Bewertungsstil und ist im Sinne von kognitiver Umstrukturierung erlernbar. Das A und O ist – die Voraussetzung für jede Veränderung in unserem Leben – uns darauf einzulassen und diese Veränderung tatsächlich auch zu wollen. Es geht also nicht darum, den Mensch immer stressunempfindlicher zu machen sondern ihm unnötige Ängste zu nehmen, die er sich im Alltag vielleicht sogar selbst einfach auferlegt, und ihn so wieder in die Aktion zu bringen.
 

Hilft ein Resilienztraining?!

Kalisch sagt dazu: nein, aktuell macht das noch keinen Sinn. Die Forschung hierzu sei im Umbruch und die Hypothesen müssten erst richtig geprüft werden, bevor ein richtiges Konzept entstehen könne. Da Resilienz aber als kognitive Bewertungsstrategie zu sehen ist, lässt sich mit kleinen Übungen das Gehirn austricksen. Wie das geht wird im nächsten Absatz erklärt.

Resilienz im Alltag

Statt eines Resilienztrainings werden im Folgenden die 7 Säulen der Resilienz vorgestellt. Diese sollen dazu dienen, verstehen zu können, welche internistischen Fähigkeiten beim Aufbau von Resilienz unterstützend wirken und wie man für sich jeden Tag ein bisschen trainieren kann, resilienter zu werden:
  1. Akzeptanz = ein stressarmer Umgang mit Widerstand bedeutet, gewisse Widrigkeiten auch einfach einmal ruhen zu lassen oder sich auf andere Dinge zu fokussieren.
  2. Bindung = Soziale Unterstützung als Schutzschild. Beziehungen auf ihre Energien überprüfen, wer tut uns gut und warum?
  3. Lösungsorientierung = positive Ziele formulieren und mit den eigenen Werten abgleichen.
  4. Gesunder Optimismus = Dankbarkeit trainieren – heute schon einen Eintrag im Dankbarkeitstagebuch gemacht oder gar erst eins angelegt?
  5. Selbstwahrnehmung = auf die Signale des Körpers hören, um sie besser spüren zu können. Ein gutes Training sind hier Achtsamkeitsübungen.
  6. Selbstreflexion = welche Emotion trage ich gerade in mir und was will sie mir sagen? Ich fühle mich gerade unausgeglichen und müde – habe ich heute schon darauf geachtet genug zu essen und zu trinken?
  7. Selbstwirksamkeit = was sind meine Ressourcen? Heute einfach mal die Frage stellen: was hat denn in den letzten 5 Tagen besonders oder unerwartet gut geklappt?

Möchtest du mehr zum Thema Resilienz und Methoden, um Stress abzubauen erfahren? Dann schau in der Ressourcenbibliothek vorbei oder buche dir ein Einzelgespräch bei mir!

Teile den Artikel mit einem Freund und hilf mir, mehr Leichtigkeit und Freude in diese Welt zu bringen. Danke!

Ich bin Ulrikes Assistentin, Jamie