Diplom Psychologin Ulrike Duke Stress Gefahr für die Gesundheit was tun gegen Stress Stress reduzieren Achtsamkeit
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Stress macht krank

Gastbeitrag von Assistentin Felicitas

Wie Stress krank macht

Bei einer Umfrage von der Techniker Krankenkasse 2021 gaben 64% der Befragten an gelegentlich Stress im Berufs- beziehungsweise Privatleben zu haben. Gelegentlicher Stress ist normal und hilft uns Herausforderungen schnell und effektiv zu bewältigen. Jedoch gaben auch 25% der Befragten an häufig gestresst zu sein. Sind wir dauerhaft überbelastet und gestresst, wirkt sich das nicht nur schlecht auf unser Wohlbefinden aus, sondern es kann uns sogar krank machen.

Positiver oder negativer Stress?

Stress ist eine normale Reaktion des Körpers auf wahrgenommene Belastungen. Dabei ist nicht jede Form von Stress schlecht. Als Eustress bezeichnet man positiven Stress. Hier werden die wahrgenommenen Stressoren als eine Herausforderung angesehen und als bewältigbar bewertet. Zum Beispiel könnten die Anspannung und Aufregung vor einem Date als positiver Stress gesehen werden. Im Gegensatz dazu werden bei negativem Stress, auch Distress genannt, die Stressoren als Belastung angesehen und als zu hohem Druck empfunden. Zum Beispiel, wenn man seine Arbeit, Freizeit, Haushalt und Familie nicht mehr unter einem Hut bekommt, aufgrund der vielen Termine und Aufgaben, die zu erledigen sind.

Was löst Stress aus?

Stress ist etwas sehr subjektives. Ob wir einen Reiz als unangenehm empfinden, hängt von unserer eigenen individuellen Bewertung ab. Zum Beispiel könnte einen Vortrag vor einem großen Publikum zu halten bei dem einen, schon allein bei der Vorstellung, großen Stress auslösen, während eine andere Person darauf locker reagiert. Stressoren, die aber bei den meisten Menschen als Belastung empfunden werden sind zum Beispiel:
  • Konflikte
  • Termindruck
  • Wenig Freizeit
  • Sorgen
  • Reizüberflutung

Wie reagiert unser Körper auf Stress?

Stress entsteht, wenn äußere oder innere Reize als unangenehm empfunden werden. Diese Stressoren versetzen dann den Körper in Alarmbereitschaft beziehungsweise in den Kampf- oder Flucht-Modus, sodass wir mehr leisten und schneller reagieren können. Die Rolle des Sympathikus, ein Teil unseres Nervensystems, ist es dabei unseren Herzschlag zu beschleunigen, unsere Muskeln anzuspannen und unsere Atemfrequenz und den Blutdruck steigen zu lassen. Gleichzeitig werden andere Körperfunktionen, wie zum Beispiel die Verdauung vorrübergehend gehemmt. In einer stressreichen Situation wird neben dem Sympathikus auch die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse aktiviert. Dies führt dazu, dass aus den Nebennieren Stresshormone ausgeschüttet werden. Wenn die stressauslösende Situation dann erfolgreich überwunden wurde, reguliert sich unser Körper wieder auf Normalniveau. Bei dauerhaftem Stress werden weiterhin konstant Stresshormone ausgeschüttet und der Körper befindet sich durchgehend in einem Alarmzustand.

Chronischer Stress verschlechtert die körperliche Gesundheit

Wenn Stresshormone ständig unseren Körper fluten, hält die Anspannung an und es kommt zu Kopf- und Rückenschmerzen, Verspannungen und zu Schlafstörungen. Durch die Stresshormone wird auch das Immunsystem unterdrückt und kann sich dementsprechend schlechter gegen Krankheitserreger verteidigen. Das ist der Grund, wieso sich dauerhaft gestresste Menschen öfter erkälten und schneller mit Virusinfektionen anstecken. Da durch den Sympathikus die Verdauung gehemmt wird, kann es bei chronischem Stress auch zu Magen-Darm-Beschwerden kommen. Oft flammen auch Autoimmunerkrankungen bei hoher Anspannung wieder auf. Zum Beispiel verstärkt sich dann die Schuppenflechte oder die rheumatoide Arthritis. Es besteht sogar die Gefahr, dass man durch chronischen Stress an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung oder an Diabetes erkrankt.

Chronischer Stress gefährdet die psychische Gesundheit

Permanenter Stress lässt keine echte Entspannung mehr zu. In Folge dessen fühlt man sich reizbar, ausgelaugt, angespannt, ist ständig nervös und die Konzentrationsfähigkeit lässt nach. Im schlimmsten Fall kann es dadurch sogar zu Angststörungen und Depressionen kommen.

Was hilft gegen Stress

Stress lässt sich im Alltag nicht komplett vermeiden und ab und zu gestresst zu sein, ist etwas vollkommen Normales. Es gibt jedoch ein paar hilfreiche Bewältigungsstrategien, die uns helfen Stress zu vermeiden, beziehungsweise besser mit stressreichen Situationen umgehen zu können. Diese sind:
  • besseres Zeitmanagement und prokrastinieren vermeiden
  • Probleme erkennen und passende Lösungen finden
  • Entspannungstechniken, wie Meditation, autogenes Training oder progressive Muskelentspannung durchführen
  • Ausgewogene und gesunde Ernährung, die das Immunsystem unterstützt
  • Regelmäßig Sport und Bewegung

Fazit

Stress ist eine natürliche Reaktion des Körpers auf eine wahrgenommene Belastung. Sollte der Stress aber chronisch werden, kann es zu körperlichen und psychischen Erkrankungen kommen. Wenn Du selbst unter langanhaltenden Stress leidest, solltest Du Dir Hilfe suchen, um schwerwiegende Erkrankungen zu verhindern. Du kannst Dir Rat von Deinem Hausarzt oder Deiner Hausärztin holen. Auch könnte Dir der Online-Stressbewältigungskurs von Ulrike Duke weiterhelfen oder Du buchst dir eine Einzelsitzung und gemeinsam findet ihr eine Lösung für mehr Entspannung und Ausgeglichenheit!
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Ich bin Ulrikes Assistentin, Felicitas.